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Ahoj,

der flur_funk meldet sich nach nunmehr 13 Monaten Abwesenheit zurück!

In dem Heft sind wissenswerte Nachrichten aus den Fachbereichen 03, 04, der Humangeographie, sowie – erstmals – der Psychologie versammelt. Hier ist der Download Link, die Print-Version wird demnächst an den einschlägigen Orten aufzufinden sein.

flur_funk_februar 2012

Solidarische Grüße

AK kritische Psychologie // Frankfurt

11. – 15 September 2012 an der FU Berlin

„Ziel der Ferienuniversität ist es, Akteurinnen und Akteuren aus kritischen Wissenschaften und politischer sowie psychologischer Praxis Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch, zur Vernetzung und zur Reflexion von Theorie und Praxis zu bieten. Dabei soll es auch darum gehen, an der Kritischen Psychologie orientierte Konzepte zu vermitteln, diese weiterzuentwickeln und zu aktualisieren sowie zu einer fächer- und berufsübergreifenden Kooperation verschiedener Ansätze und Perspektiven beizutragen. Zu den geplanten Themenschwerpunkten sind sowohl Veran- staltungen mit einführendem Charakter als auch Foren für vertiefende und weiterfüh- rende Diskussionen vorgesehen. Angesichts der Marginalisierung Kritischer Psychologie bzw. kritischer Wissenschaft im Allgemeinen im Universitätsbetrieb soll mit dem Konzept regelmäßiger Ferienuniversitäten ein Raum für deren Vermittlung und Weiterentwicklung etabliert werden.

Die Kritische Psychologie bietet, ausgehend von marxistischen Positionen in Philosophie und Gesellschaftstheorie, ein „historisches Paradigma“ für die Psychologie. Ihre Kategorien und Theorien dienen der Analyse von subjektiven Problemen vom Standpunkt der Betroffenen im Kontext ihrer gesellschaftlichen Vermitteltheit. Statt sicher zu stellen, dass Menschen sich den Anforderungen und Zumutungen fügen, die mit der Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaft und ihrer spezifischen Macht- und Herrschaftsverhältnisse einhergehen, zielt der Ansatz, der sich als marxistische Subjektwissenschaft ver-steht, auf die „soziale Selbstverständigung über Handlungsbegründungen“, die im Blick behält, dass gesellschaftliche Verhältnisse von Menschen geschaffen, und daher veränderbar sind.“

„Das Subjekt kann uns belügen“

Bericht: Lacan zur Einführung Vortrag von Christoph Bialluch
vom 13. Januar 2012

„Lacan radikalisiert die von Freud begonnene Kritik an einem autonomen Ich.“ Mit dieser These eröffnete Dr. phil. Christoph Bialluch seinen Einführungsvortrag zu Jacques Lacan im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ansätze kritischer Psychologie(n)“.

Die Theorien Lacans wurde zwar explizit für Psychoanalytiker_innen formuliert, das Lacan’sche Denken zeichnet sich jedoch gerade dadurch aus, nicht formal einer einzelnen Disziplin zugerechnet werden zu können. Lacans strukturale Psychoanalyse bedient sich u. a. Theorien der Literaturwissenschaft, der Philosophie, der Linguistik und den Erziehungswissenschaften. Diese Interdisziplinarität Lacans spiegelte sich auch in der Heterogenität der von den Besucher_innen des Vortrags vertretenen Fachbereiche wieder.

Bialluch arbeitete in seinem Vortrag heraus, wie das Subjekt bei Lacan durch drei Ordnungen – das Reale, das Imaginäre und das Symbolische – strukturiert wird. Lacans Theorie des Spiegelstadiums folgend, bildet das Subjekt, wenn es sich erstmals im Spiegel betrachtet, eine imaginierte Vorstellung von sich als einer Ganzheit. Bialluch stellt heraus, dass Subjektivierung damit konstitutiv mit einer Verkennung verknüpft ist. Das Reale erscheint in diesem Modell als etwas im Subjekt, das sich nicht fügt, sich dem Subjekt stets entzieht und dennoch auf dieses einwirkt.

So erfährt das Subjekt eine ständige, nicht aufzulösende Entfremdung von sich selbst. Wie in seiner Dissertationsschrift „Das entfremdete Subjekt – Subversive psychoanalytische Denkanstöße bei Lacan und Derrida“, arbeitet Bialluch auch in dem Vortrag den kritisch-emanzipatorischen Erkenntnisgehalt dieser Theorie gebrochener Subjektivität heraus: Das Subjekt ist uneins mit sich selbst und erlebt diesen Mangel als nicht zu stillendes Begehren, welchem ein subversives Potential innewohnt.

AK kritische Psychologie // Frankfurt

Dr. Christoph Bialluch ist im Vorstand der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP). Zur Zeit organisiert er unter anderem den Kongress „Sozialpsychologie des Kapitalismus – Zur Aktualität Peter Brückners“ der vom 1. bis zum 4. März 2012 an der FU Berlin stattfinden wird.

http://www.ngfp.de

Liebe Leute,

der Kongress „Die Unberechenbarkeit des Subjekts“ ist vorbei!

Wir bedanken uns herzlich bei allen Referent_innen, Unterstützer_innen und den über 200 Teilnehmer_innen, die gezeigt haben, dass es ein lebhaftes Interesse an kritischer Psychologie und qualitativer Forschung in der Psychologie gibt.

Vom 21. bis zum 24. Juli 2011 wurden in Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen Ansätze kritischer Psychologien und qualitativer Methoden präsentiert und diskutiert. Nicht zuletzt stand dabei im Vordergrund, wie Methodik und Theorie zueinander im Verhältnis stehen und welche Möglichkeiten sich aus einer qualitativen Forschungspraxis für eine emanzipatorische Psychologie ergeben.

Wir hoffen, dass alle Teilnehmer_innen einen Überblick über die Thematik gewinnen konnten, und nicht zuletzt, dass allen die Teilnahme Spaß gemacht hat.

Audioaufnahmen der einzelnen Veranstaltungen werden nach und nach auf dieser Seite zum Download zur Verfügung stehen: http://unberechenbarkeit.wordpress.com

Solidarische Grüße

Euer AK kritische Psychologie // Frankfurt

k.

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